60er Jahre Frisuren und Make-Up

Besonders betont und groß wurden in den Sechzigern die Augen, und falsche Wimpern wurden von vielen modebewussten Frauen benutzt. Zuerst wurden sie sorgfältig Wimper für Wimper angebracht, doch schon bald kamen fertige Wimpernteile aus Nerz, Zobel und sogar menschlichem Haar auf den Markt. Man stellte eine erfolgreiche Kosmetiklinie her, die matten Lidschatten und Lippenstifte mit witzigen, schrulligen Namen wie Skitso und Jeepers Peepers enthielt, während die dunklen, glutvollen Töne von Bibas Make-up einer Generation von nostalgischen Dreißiger-Jahre-Vamps Farbe verliehen. Die Farben wurden im Laufe der 60er immer kräftiger, verrückter und abenteuerlicher, eine Entwicklung, die in den späten 60er in einem Rausch der Gesichts- und Körperbemalung gipfelte. Auf dem Gebiet der Frisuren beherrschte der Londoner Stylist Vidal Sassoon das Jahrzehnt. Sein gepflegter geometrischer Schnitt der frühen Sechziger, prägte schließlich den authentischen Mod-Look, und bald gab es überall Sassoon-Läden. Langes glattes Haar war jedoch ebenfalls beliebt und wurde mit dem natürlicheren Look der Hippie-Generation assoziiert. Im Zuge des allgemeinen Trends zur Unisex-Kleidung wurden die Haare der Männer länger und lösten eine Empörung aus, wie sie der überaus erfolgreiche Film Easy Rider schildert, in dem die Personen verspottet, gehänselt und schließlich verprügelt werden, weil ihre Haare für zu lang befunden werden. Perlenketten, Leder und fransige Haarbänder wurden beliebte Hippie-Accessoires, während Perücken und Haarteile von Leuten getragen wurden, die sich eleganter kleideten.

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