Amerikanische Mode

Die Nachkriegswirtschaft boomte, und Produktionsstätten, die vorher für die Produktion von Kugeln und Fallschirmen benutzt worden waren, dienten jetzt zur Herstellung einer ständig wachsenden Auswahl an Produkten für den Einzelhandel.

In den USA konnte alles, vom Auto bis zum Cocktailkleid, so rasch und effizient wie nie zuvor und mit so geringen Kosten produziert werden, dass Millionen es sich leisten konnten, sich ein großes Stück vom Kuchen des Wohlstands abzuschneiden. Die amerikanische Mode war ein augenfälliger Ausdruck dieses neu entstehenden Konsumethos des Mittelstands. Die ständige Weiterentwicklung der Technologie hatte in den USA großen Einfluss auf viele Bereiche des privaten Lebens. Die Menschen wurden mit dem Fernseher und mit Flugzeugen konfrontiert; durch die Fortschritte auf dem Gebiet der Anilinfarbstoffe wurden die Kleiderstoffe leuchtender und farbecht. Das Jahrzehnt explodierte in einem wahren Farbenrausch. Dank neuer synthetischer Materialien wie Dacron, Polyester und Nylon konnten die mit lebhaften Mustern bedruckten Kleider zu Hause in der Waschmaschine gewaschen werden und mussten nicht gebügelt werden. Fortschritte in den Techniken der Massenproduktion machten genormte Kleidergrößen möglich, was zu einer gewaltigen Ausweitung der “Ready-to-wear”-lndustrie, vor allem in den USA, führte.

Dieser Beitrag wurde unter modestil abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.