Bundschuh – Bundschuhe

Der Bundschuh besteht aus einem Stück Leder, das den ganzen Fuß umschließt. Durch Einschnitte an den Kanten zieht man lange Lederriemen, die über Fuß und Fessel geschnürt werden. Der Bundschuh gehört zu den ältesten Fußbekleidungen und ist z. B. in Balkanländern heute noch gebräuchlich.

Im späten Mittelalter galten die Bundschuhe als Zeichen der Armut und Unterdrückung und wurde so Anfang des 16. Jh. zum Symbol der aufständischen Bauern in Deutschland. Für Männer besteht die Kleidung aus wollenem Kittelrock, Mantel mit Fibel, Beinbinden, Bundschuhen und halbrunden Kappen aus Leder oder Filz. Zur bereits genähten Frauenkleidung gehören die kimonoähnliche Ärmeljacke, der gegürtete Rock mit Röhrenfalten, Bundschuhe und ein geknüpftes Haarnetz, Bronzener, mitunter auch goldener Schmuck zeugten von Reichtum und Ansehen. Zur Männerkleidung zählte die lange, mit Riemen umwickelte Hose, ergänzt durch Wollmantel, Bundschuhe und Mütze.

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