Coco Chanel – Kostüm und Kleider

Beschuldigt, im besetzten Paris mit den Nazis sympathisiert zu haben, zog sich Coco Chanel gleich nach dem Krieg ins Exil zurück; 1954 kehrte sie jedoch 71-jährig zurück und beeinflusste erneut Generationen von Frauen.

Blinde Wut soll Chanel aus ihrer Zurückgezogenheit herausgetrieben haben: die Wut darüber, dass die Frauen erneut in einengende Mieder gezwängt wurden und auf schmerzhaften Pfennigabsätzen herumstaksten. Sie hatte Eleganz stets als einfache, bequeme Kleidung definiert, in der Frauen sich ungezwungen bewegen können. Diors Fischbein-Grässlichkeiten, wie sie seine Kleider und Kostüme nannte, waren alles andere als bequem. Chanels wichtigster Beitrag in den Fünfzigern war ihr klassisches Kostüm aus hochwertigem Jersey oder Tweed, gerade geschnitten, knielang und mit einer in den Jackensaum eingenähten vergoldeten Kette, die für die nötige Schwere sorgen sollte. Diese Kostüme tragen ein schmales, rautenförmiges Etikett, auf das in schwarzen Blockbuchstaben “Chanel” gedruckt ist. In die Rückseite der Knöpfe dieser Kostüme, die meist die Form von Löwenköpfen haben, ist häufig “Chanel” geprägt, und die Firma Chanel liefert heute bereitwillig Ersatzknöpfe, selbst für Kleider aus den Fünfzigern und Sechzigern.

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