Damen Hosen – Capri Hosen, Leggings, Reithose und Piratenhose

Bis zu den 30er Jahren waren die Beinkleider ein absolutes Privileg der Männer. Marlene Dietrich war die erste Frau, die vor breiter Öffentlichkeit in diese Domäne eindrang. Ihre bevorzugte Hosenform, die seitdem ihren Namen trägt, hatte Bundfalten mit geraden langen Beinen und einem Aufschlag.

Inzwischen ist die Hose mit entsprechender Jacke bzw. aus passenden Materialien im Geschäftsleben der Frauen wie auch am Abend zugelassen. Mit Längen und Schnitten treibt die Mode ihr Spiel, doch immer liegen bestimmte Basisformen zugrunde. Zigarettenhosen mit oder ohne Aufschlag sind gerade wie der Marlene-Dietrich-Stil. Die neuen Marlene-Hosen hören knapp über dem Knöchel auf. Röhren sind rundum enganliegend mit schmalem Beinende. Das Gegenteil ist die Gatsby-Hose. Sie fällt mit Bundfalten und ohne Umschlag weit von der Taille ab. Die Capri-Hose, die in den 50er Jahren als Freizeitkleidung populär wurde, zeigt viel Figur. Sie endet knapp unter dem Knie mit einem kleinen Seitenschlitz. Eine Abwandlung davon ist die Piratenhose, sie wird unterhalb des Knies geschnürt. Knie- oder knöchellang sind englische Breeches, die ursprünglich als Reithosen getragen wurden. Sie sind enganliegend und haben eine ballonartige Oberschenkelweite. Die indischen Reithosen, Jodh-purs genannt, mit mäßig weiten Oberschenkeln enden unten schmal. Als Karottenform bezeichnet man einen Schnitt, der oben weit ist und nach unten schmal zuläuft. Leggings sind „fußlose Strumpfhosen” aus einem hautengen, elastischen Material. Bermudas sind sogar zum Sakko erlaubt. Sie hören mit oder ohne Aufschlag über dem Knie auf.

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