Frack, Hochzeitsanzüge, Frackhemd

Der Frack ist eine tief ausgeschnittene, im Vorderteil kurze und knappe Jacke für Herren, deren Rückenteil in lang herunterhängenden Schößen endet. Er entwickelt sich aus dem damals üblichen oberschenkellangen Männerrock, indem man seine beim Reiten hinderlichen Schöße (ähnlich dem Uniformrock) vom und hinten zunächst umklappte und später vom rund oder schräg wegschnitt.

Seit 1760 gehörte der einfarbige Frack mit Kniehose zur bürgerlichen Kleidung. In der Mode des Biedermeier war er typischer Teil der farbenfrohen männlichen Straßenkleidung und wurde mit langen Röhrenhosen kombiniert. Um die Jahrhundertmitte trägt man ihn mit einer umschlaglosen Hose aus gleichem Material als eleganten schwarzen Ballanzug, mit Revers aus Spiegelseide und weißer Pikeeweste, dazu ein weißes Frackhemd mit steifer, biesen- oder faltengeschmückter Hemdbrust, Stehkragen mit umgebogenen Ecken und einen weißen Querbinder. Heute gebört der Frack zu der gehobenen Kleidung z.B. von Diplomaten oder als Hochzeitsanzüge. Sie tragen ihn mit schwarzer Weste und Krawatte.