Männerhemd: Button-Down-Kragen, Tab-Kragen, Vatermörder

Eigentlich wurde es für die Herren der Schöpfung erdacht, aber auch viele Frauen machen es sich darin gern mal gemütlich. Die Rede ist vom Männerhemd. Von jeher waren die Kragen das aufregendste an diesem Kleidungsstück. Das reichte von der Mühlsteinkrause im 16. Jahrhundert über die verspielten Jabots zu Zeiten des Sonnenkönigs bis zum steifen „Vatermörder” im Biedermeier. Die modernen Kragenformen fallen in der Regel etwas bescheidener aus. Der KENT-KRAGEN ziert meist City- und Freizeithemden. Die harmonischen Kragenecken sind leicht gespreizt.
Der REVERS-KRAGEN ist ein ausgelegter Kragen, ähnlich dem Revers eines Jacketts. Er wird generell nur für Freizeithemden verwendet.
Beim BUTTON-DOWN-KRAGEN sind die Kragenecken auf das Vorderteil des Hemds geknöpft. Es ist eine eher sportliche Lösung für City-Hemden. Der TAB-KRAGEN paßt perfekt zu klassischen Anzügen. Charakteristisch ist der schmale Steg mit Druckknopf, der die beiden Kragenschenkel verbindet. Er wird stets unter der Krawatte geschlossen, dadurch wird der korrekte Sitz garantiert. Der PICADILLY-KRAGEN wird auch Spangen-Kragen genannt, weil die Kragenenden von einer Spange über oder unter der Krawatte zusammengehalten werden. Sie sind meist abgerundet, können aber auch spitz sein. Der KLAPPEN-KRAGEN gehört zu den nostalgischen Formen und ist den Hemden mit Stehbundkragen nachempfunden. Das kragenlose Halsteil besitzt eine steife Stehblende mit umgeknickten Ecken. So ein Modell wird mit Schleife getragen und paßt am besten zum Smoking oder Dinner-Jacket. Als VATERMÖRDER bezeichnet man einen steifen, vorne offenen Stehkragen mit scharfen Ecken. Früher knöpfte man ihn separat auf das Hemd und trug ihn mit breit gewickelter Krawatte.

Dieser Beitrag wurde unter accessoires abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.