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Bekleidungsstil nennt man den ausdrucksvollen Zusammenklang von Kleidung, Frisur und modischem Beiwerk, der das äußere Erscheinungsbild eines Menschen seinem Wesen und Typ gemäß formt, z. B. Jugendlichkeit oder Sportlichkeit hervorhebt. Junge Bekleidungsstile sind aus Traditionen gewachsen, sie folgen bewährten Gestaltungsprinzipien, sind relativ zeitlos und bauen auf Erfahrungen bezüglich der Typgestaltung auf. Seit einiger Zeit ist es modem, die Stilmerkmale zu verfremden, sie miteinander zu mischen oder Kleidungsteile unterschiedlicher Stile zu kombinieren. Das schließt nicht aus, daß Bewährtes in neuer Form von Zeit zu Zeit wiederentdeckt wird. Die elegante Mode wird oft durch ein hochwertiges Abendkleid dargestellt. Als festliche Mode ist z.B. ein Cocktailkleid angesagt.
Als Freizeitkleidung bezeichnet man heute im allgemeinen zwanglose, sportlich-legere Kleidungsstücke in unkonventioneller Zusammenstellung mit phantasievollem Beiwerk. Im Wortsinn umfaßt der Begriff alle Kleidungsarten, die nicht zur Arbeit getragen werden, also auch Festkleidung, Sportkleidung, Teile der Hauskleidung usw. Während in den 50er Jahren noch der korrekte Anzug und das perfekt komplettierte Kostüm der allgemeinen Vorstellung von Gutangezogensein entsprachen, wurde mit Jeans, kurzärmeligen Hemden ohne Krawatte (sog. Campinghemden), Lumberjacks und leichten Baumwollanzügen als Vorschläge fur die private, arbeitsfreie Zeit eine Modeentwicklung eingeleitet, die heute in vielen Bereichen (besonders bei jungen Leuten) eine deutliche Abgrenzung von Tages- und Freizeitkleidung nicht mehr zuläßt.
Die junge Mode widerspiegelt Geschmack, Denk- und Lebensweisen junger Leute. Das Suchen nach Standpunkten und Ausdrucksmöglichkeiten äußert sich häufig in extremem, schnell wechselndem Kleidungsverhalten, in der Nachahmung modischer Leitbilder und Idole ebenso wie in ihrer demonstrativen Ablehnung. Kleidungskonventionen werden durch phantasievolle Experimente gebrochen. Variables wird lieber getragen als Festgelegtes, Lässiges gegenüber Korrektem bevorzugt. Junge Mode und Originalität sind meist wichtiger als erstklassiges Material und solide Verarbeitung. Mit der Schaffung einer speziellen Jugendmode (auch Junge Mode) gemäß den Neigungen und Bedürfnissen junger Verbraucher wird eine neue, große Käuferschicht für modische Kleidung und modisches Beiwerk gewonnen. |
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