60er Mode – 60er Jahre Mode – Antimode

Als Antimode bezeichnet man das Bekleidungsverhalten jugendlicher Randgruppen, v. a. in westlichen Ländern, die durch verwahrlostes oder ungewöhnliches Äußeres ihren Protest gegen die bürgerliche Gesellschaft als “Bürgerschreck” zum Ausdruck bringen wollen. Der Begriff kam nach dem, zweiten Weltkrieg auf, als die sog. Beatnicks in den USA und in Westeuropa von sich reden machten.

In der 60er Mode waren es die die Hippies, dann die Gammler und später die Punks.
Das Grundgefühl des gerechten Protestes gegen die Folgen der sich verschärfenden Widersprüche in der westlichen Welt, z.B. soziale Unsicherheit, ihre Sinnentleertheit, die wachsende Isoliertheit der Menschen und die weitreichende Hoffnungslosigkeit der Jugend, brachte verzerrte Idealvorstellungen hervor. Mit fortschrittlichen Zielen, wie Kriegsgegnerschaft und Bekämpfung der Wohnungsnot, verbanden sich z. T. auch lebensfremde, utopische Positionen.

Im Äußeren erstreben die Verfechter der 60er-Mode das Gegenteil dessen, was gemeinhin als kulturvoll gilt. Mit Bärten protestierten Beatnicks und Hippies gegen die Norm der glatten Rasur, mit Zottelfrisuren gegen korrekte Haarschnitte, mit abgetragenen Pulovern gegen “Weiße-Kragen-Leute”, mit exotischen Gewändern und Blumenschmuck gegen Modediktate. Zur ablehnenden Haltung der Punks gehören die “Müllmode”, absonderlich rasierte und gefarbte Frisuren, “Schmuck” in Gestalt alter Orden, Rasierklingen, Sicherheitsnadeln.

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