Platin, Platin Nuggets

Platin ist erst relativ kurze Zeit bekannt. Man entdeckte es vor nur knapp 3000 Jahren. Erstmals wurde es in Ägypten und Südamerika verarbeitet. Der erste Gegenstand aus Platin wurde für die Oberpriesterin Schepen-Upet angefertigt, die um 750 v. Chr. in Theben lebte. Ägyptologen streiten noch heute, ob es eine Urkundenschatulle oder eine Schminkkassette war. Ungefähr zur gleichen Zeit fanden südamerikanische Indios im heutigen Kolumbien beim Goldschürfen in ihren Flüssen das erste Platin. Da den Indios dieses helle Metall noch nicht bekannt war, hielten sie es für unreifes Gold und warfen es wieder ins Wasser zurück. Da der Schmelzpunkt von Platin bei 1800 Grad Celsius liegt, reichten ihre technischen Mittel – Holzkohlenfeuer und Blasrohr – nicht aus, um die Platin-Nuggets zum Schmelzen zu bringen und zu bearbeiten. Später, im 16. Jahrhundert, stießen die spanischen Eroberer auf dieses edle Metall Platin. Aber da auch sie es nicht kannten, nannten sie es einfach “platina” (“kleines Silber”). Sie nahmen es zwar mit nach Europa, aber erst zwei Jahrhunderte später stellten englische Wissenschaftler fest, daß es sich um ein neues, äußerst widerstandsfähiges Metall handelte, das sich vorzüglich zu Schmuck verarbeiten läßt.

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