Qualität von Sakko, Jacken, Futter, Stoff und Gürtel

Wenn man nicht mehr ganz jung ist und nicht mehr den ständig wechselnden Modetrends hinterherjagt, sollte man bei der Kleidung auf Qualität achten. Denn auf Dauer gesehen ist ein billiges Teil immer noch zu teuer, weil man es weniger lange tragen kann. Gut verarbeitete, hochwertige Bekleidung weist bestimmte Merkmale auf. Bei Sakkos muß der untere Saum eine gerade Linie bilden, ebenso die Kanten der Taschen. Kragen und Reversecken liegen flach an, die Steppstiche sind gleichmäßig breit. Gute Jacken sind ganz oder zumindest halb unterfüttert. Durchgenähte Knopflöcher an den Ärmeln darf man heute kaum noch erwarten, außer an maßgefertigten, sehr teuren Jacken. Aber auf keinen Fall dürfen an den Knopflöchern Fäden weghängen. Sie müssen gerade angelegt sein und der Knopfgröße entsprechen. Auch die Innenausstattung muß bei hochwertiger Kleidung einwandfrei sein, das heißt, die Nahtzugaben messen etwa 1,5 cm, die Kanten sind versäubert. Nähte dürfen sich weder verziehen noch Falten werfen. Das Futter muß ebenfalls glatt hängen, darf nicht eingenäht und keinesfalls aufgebügelt sein. Der besseren Paßform wegen wird das Innenfutter diagonal zur Stoffrichtung geschnitten. Jede Art von Saum muß locker fallen, nichts darf ziehen. Alle verwendeten Garne sollten in Güte und Farbe genau zur Textilie passen. Durchsichtige Kunststoffäden scheuern nicht nur Stoff leicht durch, sondern kratzen auch unangenehm auf der Haut.
Weist der Stoff ein Muster auf, muß es so verarbeitet sein, daß es an den Nähten stimmig aufeinandertrifft. Besonders wichtig ist dies bei Karos oder anderen geometrischen Formen. Gehört ein Gürtel zu dem Kleidungsstück, sollte er entweder aus demselben Stoff oder aus Leder sein. Ist er doch aus Kunststoff, ersetzt man ihn am besten sofort.