Reifrock

Der Reifrock ist ein Unterrock, dessen Weite durch Reifen aus Draht, Fischbein oder Rohr ausgespannt wird.

In der Kostümgeschichte gab es ihn dreimal. Während der spanischen Mode nannte man ihn “vertugadin” (Tugendwächter). Der Reifrock hatte zuerst die Form eines Kegels, dann einer Glocke oder Tonne und wurde so in Deutschland bis gegen Ende des 17. Jh. als höfische Tracht und Standeszeichen getragen. Die Mode des französischen Rokoko brachte den Reifrock wieder. Diesmal nannte man ihn Panier (Korb). Seine Glockenform verwandelte sich bald in eine zum Körper quer verlaufende Ellipse. Als höfisches Attribut wurde der Reifrock von der Französischen Revolution verdrängt. Zum letzten Mal trug das Bürgertum des 19.Jh. einen Reifrock unter der Bezeichnung Krinoline.

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