Takko Fashion ist im Umbruch

Das Modehaus Takko Fashion muss kämpfen! Im letzten Jahr konnte die Firma den Umsatz steigern, doch bezogen auf die Ladenfläche nimmt der Umsatz pro Einheit ab. Dadurch sank das operative Ergebnis deutlich und der Verlust wurde ausgeweitet. Euro. So das Ergebnis aus der Veröffentlichung des Geschäftsjahrs. Schwache saisonale Geschäfte und schlecht laufende Kollektionen haben zu dem schlechten Ergebnis geführt.
In Deutschland war Takko eigentlich sehr erfolgreich. Der Umsatz stieg sogar um fast 5 Prozent. Auf den Märkten ausserhalb Deutschland sah es allerdings nicht so toll aus. Besonders schlecht war die Entwicklung in Osteuropa, wo der Umsatz bezogen auf Fläche um über 5% verloren hat. Auch der operatative Gewinn sank insgesamt um fast 80% gegenüber dem Vorjahr.

Das Unternehmen bemüht sich, die Geschäfte attraktiver für die Kunden zu machen, indem bestehende Shops neu gestaltet werden. Mit aufwendiger Ausstattung soll das Design für die Kunden optimiert werden. Auch Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören, wie z.B. die eigenen Fahrzeuge werden sukzessiv abgebaut oder ausgelagert werden. Über den Kapitalmarkt soll frisches Geld beschaffen werden. Takko hat derzeit Anleihen laufen, die mit bis zun 9.9% verzinst werden.

Takko bekommt einen neuen CFO. Thomas Helmreich soll die wirtschaftliche Lage zum Besseren führen. Er kennt sich aus mit der Modebranche. Er bringt nicht nur Erfahrung im Handel sondern auch in der Dienstleistung mit. Als gelernter Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hat er viel Erfahrung in Deutschland und Italien gesammelt. Auch war er bei dem Drogeriemarkt Ihr Platz beschäftigt. Takko bekommt einen neuen CMO. Der 45-jährige Peter Migsch ersetzt Hardy Schulz, der Takko verlassen musste. Migsch ist ein erfahrener Experte im Verkauf und er ist nun zuständig für die Entwicklung der Takko-Fashion-Produkte. Er war zuletzt bei C&A und Orsay beschäftigt und hat immer wieder interessante Takko-Prospekte auf den Markt gebracht.

Die Marke muss sich neu orientieren. In den letzten Jahren hat sich die Qualität der Takko-Textilien deutlich verbessert. Das ganze billige Image ist Geschichte. Andere Firmen wie etwa KiK haben die frühere Position von Takko eingenommen. Doch Takkos Ladengeschäfte sind oft zu klein und das Sortiment ist ebenfalls überschaubar. Der Kunde erwartet bei einem Heimtextilanbieter schon eine Art kleines Kaufhaus mit dem Schwerpunkt Textilien. Takko muss noch mehr investieren, um sich von den Billigtextilanbietern abzuheben.

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