Tanzkleider extravaganten Stils

Der Londoner Designer Bill Gibb schafft einige wunderschöne Tanzkleider mit Regenbogenapplikationen und Zierleisten aus Rheinkieseln, doch schon bald entwickelt er einen noch luxuriöseren Look, der von der Renaissance inspiriert ist und mit Unmengen prächtiger Stoffe, Bänder und Verzierungen arbeitet. Interessant ist auch seine Zusammenarbeit mit dem italienischen Strickwarenhersteller Missoni.

Die Rock, Top, Cardigan und Cape kombinierenden Ensembles von Gibb und Missoni sind nicht nur sehr modisch und trendy, sie werden heute leider nur noch selten zu finden. Die überall wie Pilze aus dem Boden schießenden Discos, vom berühmten New Yorker Studio 54 bis hin zu den zahllosen Kleinstadtkopien, verwandeln die Frauen in Tanzköniginnen und prägen einen Großteil der Mode. Beim Disco-Stil geht es darum, sich herauszuputzen, um zu sehen und gesehen zu werden, und seine Theatralik hat viel mit dem aufgedonnerten Selbstbewusstsein des Glam-Rock zu tun. Wie der Filmheld Tony Manero, den John Travolta in Saturday Night Fever spielt, schüttelt der Tänzer den langweiligen Achtstundentag ab und taucht in eine Fantasiewelt ein. Aufblitzende Stroboskope, der Rauch von Trockeneis, der klopfende Rhythmus und die schicke, sexy Kleidung schaffen eine perfekte Atmosphäre für die sorglose Gesellschaft. Die Tänzerinnen tragen Hotpants aus Satin und Bustiers oder dünne, figurbetonte Discokleider, die in der Regel kurz sind und aus hellen, reflektierenden, synthetischen Stoffen wie Polyester, Spandex, Lurex oder Lame bestehen. Einige der besten Tanzkleider stammen von Halston und Norma Kamali.