Unterwäsche und Strümpfe – Gefütterte BHs und Tangas

Unterwäsche kann etwas ganz anderes für diejenigen bedeuten, die vor der Kamera agieren. Unterwäsche, hautfarben zumeist, bietet Schutz unterm Nachthemd – unter der Bettdecke nicht nur vor neugierigen Blicken, sondern auch vor den eigenen Makeln. Man erzählt aus dem Nähkästchen: “Die meisten Darstellerinnen wollen, wenn sie einen Body oder einen Badeanzug tragen, hauchdünne, hautfarbene Strümpfe druntertragen, weil es die Haut ausgleicht und schöner macht. Die Herren – oft in Boxershorts gefilmt – tragen darunter Tangas, damit sich nichts abzeichnet oder rausrutscht. Auch unter Nachthemden werden Slips angezogen. Um sich nicht so zu entblößen, denn da leidet die schauspielerische Qualität drunter, weil sie Hemmungen haben, sich zu bewegen.” Für diejenigen, die im Abspann für die Kostüme verantwortlich zeichnen, eine schwierige Aufgabe.

Gefütterte BHs können darüber hinaus Ungleiches ausgleichen, und man kann sich auch an einen Schauspieler erinnern, der mit Hilfe einer Hasenpfote in der Hose falsche Tatsachen vorpielen wollte. “Kostümdesign in zeitgemäßen Filmen ist die Kunst, die Schauspieler so zu kleiden, daß der Zuschauer nicht merkt, daß er ein Kostüm trägt.” Für die alltäglichen Serien, die Krimidauerbrenner, Traumschiffreisen und ähnliches suchen die modernen Kostümdesigner vom Ohrring bis zur Unterhose alles aus. Und, Pech für die offen am Bund zur Schau getragenen Markennamen, das Schleichwerbungsverbot zwingt zum mühseligen Übernähen zumindest bei den Öffentlich-rechtlichen.

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