Wahl der Größen: Sakko, Shulter, Ärmel, Rock, Hosen und Blusen

Es gibt Frauen, die kaufen ihre Kleidung nur nach dem Größenschild. Lieber zwängen sie sich in eine knappe 38, als die nächstgrößere Nummer zu kaufen. Psychologisch betrachtet bringt es vielleicht eine kurzfristige Befriedigung, doch der Optik ist dies weniger zuträglich, denn ein zu kleines Kleidungsstück ist alles andere als vorteilhaft. Noch schlimmer: Zu enge Sachen sehen billig aus und machen keineswegs schlanker, sondern betonen Pölsterchen gar noch.

Ob ein Sakko richtig sitzt, erkennt man auf den ersten Blick. Er darf weder vorne noch am Rücken spannen und muß Platz bieten für einen mittelstarken Pullover. Die Schulter sollte mindestens 2,5 cm über die Armkugel reichen. Die Ärmel haben genügend Weite und sind so lang, daß vom Blusenärmel noch 1 cm zu sehen ist.
Röcke müssen so locker sitzen, daß im Taillenbund zwei Finger Platz haben. Ein Rock besitzt die richtige Weite, wenn er sich leicht um den Körper drehen läßt und sich weder Oberschenkel noch Unterwäsche abzeichnen. Taschen und Falten dürfen nicht aufspringen.
Auch Hosen dürfen in der Taille nicht einengen. Reißverschlüsse müssen flach anliegen. Die richtige Hüftweite hat man gewählt, wenn sich beidseitig etwa 3 cm Stoff zwischen die Finger nehmen lassen. Die Hosenbeine fallen ab der Hüfte gerade, ohne daß sie unter dem Po einschneiden.
Blusen reichen bis zum Hüftknochen, damit sie nicht aus dem Rock- oder Hosenbund rutschen. Das Mittelteil muß so weit sein, daß rechts und links mindestens 5 cm bis zum Körper bleiben. Die Knöpfe dürfen über dem Busen nicht aufspringen. Um sich gut bewegen zu können, muß das Ärmelloch groß genug sein. Die Schulternaht sitzt immer leicht unterhalb des Schulterknochens. Der Oberarm darf keinesfalls spannen. Ein Ärmel ist lang genug, wenn er am Handgelenk endet.