Westernkleidung

Der nostalgische Blick der Siebziger auf frühere Zeiten wurde begleitet von einer Leidenschaft für exotische Länder. Ethnische Stile blieben en vogue und zeigten vielen Designern einen Weg aus dem verwirrenden Labyrinth der Nachsechziger-Mode. Yves Saint Laurent schickte in Paris Zigeunerinnen auf den Laufsteg, während Zandra Rhodes und Thea Porter in London fernöstliche Prinzessinnen in Roben und Kaftanen in leuchtenden Farben und mit Stickereien, Perlen, Spiegeln und bimmelnden Glöckchen verziert durch die King’s Road paradieren ließen. In Amerika war der Ethno-Look mehr Wilder Westen als Ferner Osten. Jede Menge Westernkleidung mit Fransen und Perlen von anonymen Herstellern überschwemmt heute zu vernünftigen Preisen den Markt. Besonders interessant sind Stücke von Giorgio di Sant’Angelo, einem Italiener, der in Amerika arbeitete und von Diana Vreeland, einer Redakteurin der Vogue, gefördert wurde. Seine von den Indianern inspirierte Wildlederkleider mit ihren Fransen, Federn und Lederriemen sind heute begehrte Sammlerstücke, wozu nicht zuletzt auch das alle Blicke auf sich ziehende SantAngelo-Modell beitrug, das die Schauspielerin Nicole Kidman bei der Premiere von Kubricks Eyes Wide Shut vorführte.

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